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Ein Funken Hoffnung?

Mein Name ist Andy und bin 19 Jahre alt. Im Alter von 8 J. hab ich gemerkt, dass ich auf Frauen stehe, worüber ich außerdem sehr froh bin, nach den ganzen Geschichten die ich von meinen Hetero-Freundinnen hören durfte. Ich entschied mich im Juni dazu eine Ausbildung anzufangen, nachdem ich zum Abitur nicht zugelassen worden bin, aufgrund meiner grottenschlechten Noten in der 12. Schließlich hatte ich nur meine mittlere Reife, was aber für die Ausbildung zur Podologin reichte. --- Kurz darauf folgte das erste Treffen mit Charly. Wir trafen uns an einem etwas abgelegen See in der Nähe von meinem Wohnort. Es war ca. 17 Uhr aber die Sonne brannte noch immer herunter. Ich fuhr mit dem Rad und als ich an kam sah ich sie schon da sitzen. In der einen Hand ein Bier und in der anderen Hand ne Zigarette. Das war das erste Mal dass ich sie mit offenen Haaren sah und ich konnte mich nicht satt sehen. Ich fuhr zu ihr, stellte mein Rad ab und saß mich neben sie. Als wir uns begrüßten schenkte sie mir wieder ihr lächeln und erneut wurde ich wieder ganz schwach, nervös und schüchtern. Sie bot mit ein Bier an und wir stießen erst mal auf unser erstes Treffen an. Im Laufe des Abend stieg mein Begierde sie zu küssen ins unermessliche. Jedoch klappte es selbst nach 3 Bier nicht. Wir redeten über vieles verschiedene. Über ihre Beziehung, meine Beziehung, über nette und beschissene Arbeitskollegen. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel gelacht, wie an dem Abend. Es tat gut mit jemandem auf einer Wellenlänge zu sein. Als es schon so dunkel war, dass ich sie nicht mehr richtig erkennen konnte, beschlossen wir jeder wieder nach Hause zu fahren. Wir packten unsere Rucksäcke zusammen und gingen zu unseren Fahrrädern. Zum Abschied umarmte sie mich und ihr Geruch hatte mich umgehauen. Es war das erste Mal dass ich mich in den Geruch eines Menschen verliebt hatte und er war genauso perfekt wie ihr lächeln, wie das stahlen in ihren Augen wenn sie mich sah. Am selben Abend tat ich etwas, das mir heute noch Leid tut. Später schrieben wir noch und ich sagte ihr, dass ich lieber nicht Fremd gehe, da ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren könnte. Mit dieser Nachricht brach ich mir selbst das Herz und dachte das war es nun mit ihr. Sie nahm es locker auf, wobei ich raus lesen konnte, dass es gespielt war. Aber so richtig konnte ich es nun doch nicht einhalten. Am Tag darauf fingen diese typische Themen wieder an. Ich wusste nicht was ich wollte. Ich meine, ich hatte eine Beziehung die schon 1 ½ Jahre hielt, das wollte ich so einfach nicht weg werfen, andererseits fühlte ich mich bei Charly das erste Mal so richtig verstanden, als würde ich so akzeptiert werden, wie ich bin und das tat wirklich gut. Und genau das zog mich auch so sehr an. Ich war unglücklich in meiner Beziehung, sie hing 24 Stunden an mir dran, klebte förmlich an mir, kontrollierte mich, fragte mich immer mit wem ich jetzt schon wieder schrieb, was ich schrieb usw. Es verging einige Zeit bis der erste gemeinsame Urlaub mit N., meiner bisherigen Freundin folgte. Es ging nach Berlin. Wir sollten am Samstag nach meiner Arbeit los fahren. Am selben Tag verabredete ich mich mit Charly in der Umkleide der Firma. „Ich habe Angst, dass du dich hinterher mir gegenüber anders verhälst.“ Ich wollte einen Abschiedskuss. Am Anfang des Arbeitstages spürte ich noch keinen Hauch von Nervosität. Aber als sie dann ebenfalls in die Arbeit kam, hatte ich Panik. Die Zeit verging und meine Angst stieg. Ich sah sie wie sie langsam richtig Umkleide ging. Einige Minuten später ging ich ihr nach. Als ich vor der Tür der Umkleide angekommen war und ich die Hand schon auf die Türklinke gelegte hatte, blieb ich stehen um meine Angst runter zu schlucken. Ich atmete nochmal tief durch, riss mich zusammen und ging einen Schritt rein. Ich hörte die Tür hinter mir zufallen als sie um die Ecke auf mich zukam. Sie lächelte nervös und flüsterte nur leise „Hey“. Ich blieb immer noch auf meinem Fleck stehen und sah sie nur an. Als sie vor mir stand legte sie eine Hand auf meine Hüfte und die andere zog meinen Kopf zu ihrem. Unsere Lippen berührten uns sehnsüchtig aber auch nervös. Ihr Atem zitterte und ich hatte jeden Augenblick das Gefühl umzufallen. Meine Knie waren so weich, dass ich mir Mühe geben musste nur stehen zu bleiben. Ich denke sie merkte das und ging rückwärts auf die nächstgelegene Wand zu und zog mich mit. Ich hielt mich mit der einen Hand an ihrem Pulli fest und mit der anderen an dem Spiegel der neben ihr an der Wand hing. Es fühlte sie an wie eine halbe Ewigkeit in der wir da standen und uns küssten, allerdings waren es schätzungsweise mal 3 Minuten, als wir plötzlich aus dem Gang ein Geräusch hörte. Wir erschraken uns und ich stieß mich von ihr weg. Sie ging aus der Umkleide und ich setzte mich vor meinen Spind. Ich versuchte alle Gedanken und Gefühle zu sortieren, mein schlechtes Gewissen zu vernichten. Ein paar Minuten stand ich auf um wieder an meine Arbeit zu gehen. Es fiel mir schwer so zu tun, als sei nichts passiert, da keiner wissen durfte, was in der Umkleide geschehen war, aber mit der Zeit ging es. Ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr. Als der Arbeitstag endete, ging es los nach Berlin. 6 Stunden Fahrt, knappe 580 km von München entfernt. Es war eine mühselige Fahrt, die sich zog wie Kaugummi. Aber das schlimmste war, ich konnte nicht mit Charly darüber schreiben was passiert war. Ich hatte das Bedürfnis mit ihr darüber zu reden aber es ging nicht. Klar, welcher Mensch mit Anstand, schreibt mit seiner Affäre, wie geil der Kuss war, während die eigene Freundin direkt daneben sitzt und nichts ahnt? Dort angekommen räumten wir erst mal das Auto aus, das zum zerbersten voll mit Koffern und Taschen war und schleppten alles in unser Zelt. Es waren zwei getrennte Betten darin, was aber über 5 Tage hinweg angenehmer war als ein großes Bett zusammen. Wir erkundeten die Gegend, machten Fotos und stritten uns (natürlich, was konnte ich denn großartiges erwarten). Dort entdeckte ich ein Fitness Studio und da ich sowieso schon lange mal mit Sport anfangen wollte, versuchte ich N. dazu zu überreden mit mir jeden Tag ein wenig Sport zu machen. Das einzige was ich neben bösen und unzufriedenen Blicken bekommen hab war der Satz „Urlaub ist dazu da, sich zu entspannen und nicht Sport zu machen!“ Also beschloss ich alleine zu gehen. Die ersten 2 Tage waren es ca. 2 Std. jeweils und ab da ging ich jeden Tag zwei Mal für etwa 4 Stunden. Ich konnte alleine sein, Musik hören, mit Charly schreiben und für mich sein. Das war die einzige Gelegenheit mit ihr zu schreiben, ohne dass ich Angst haben musste, kontrolliert zu werden mit wem ich denn schon wieder schrieb. Die Tage wollten einfach nicht vergehen, aber als der Tag kam an dem wir zurück fahren würden, konnte ich es kaum mehr erwarten endlich wieder in München sein zu dürfen. Die Stunden wollten einfach nicht vergehen, trotz 170 km/h auf der Autobahn. Wir kamen Freitagabend an und am Samstag sollte ich wieder in die Arbeit und ich glaube ich habe mich noch nie so sehr auf die Arbeit gefreut wie an dem Tag. Ich schlief noch die Nacht bei ihr und ab da war ich das Wochenende wieder daheim. Am Samstag verabredete ich mich wieder mit Charly in den Umkleideräumen. Wir gingen aufeinander zu und umarmten und küssten uns erst mal, wir waren beide froh wieder beim anderen sein zu dürfen.
25.12.14 15:48
 
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